Nachdem im vergangenen Sommer mehr als 270000 Menschen in ganz Deutschland im Zuge des Bildungsstreiks gegen die Missstände im Bildungssystem protestierten, breiten sich die in Österreich aufgeflammten Proteste in den letzten Tagen international aus. Insgesamt wurden mehr als 30 Hochschulen besetzt, davon allein 24 in Deutschland.
Die Forderungen umfassen sowohl konkrete Veränderungen im Hochschulsystem, die unter dem Schlagwort "Bologna-Prozess" die Neufassung der Studiengänge zu einem einheitlichen Bachelor-/Master-System betreffen, als auch gemeinsam mit SchülerInnen, Lehrenden und Erziehenden entwickelte Verbesserungen mit sozialer Tragweite: freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion, Übernahme in den Ausbildungsberuf und Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel organisiert einen Unterstützungs-Konvoi in Richtung der protestierenden Studierenden in Österreich.
Als Reaktion auf die Entwicklungen im Bildungsbereich schließen sich diverse Gruppen des „Bundesweiten Bildungsstreiks“ in Deutschland mit weiteren aktiven Bewegungen aus aller Welt zusammen, um gegen die Missstände und die Ökonomisierung von Bildung vorzugehen und für freie und emanzipatorisch ausgerichtete öffentliche Bildungssysteme zu streiten.
Seit einer Woche haben Studierende begonnen, zentrale Hörsäle in Hochschulen wie Potsdam, Münster, Heidelberg, Marburg, München, Paderborn, Darmstadt, Mönchen-Gladbach, Greifswald, Dresden und Tübingen zu besetzen. Weitere Besetzungen sind geplant. Der Bundesweite Bildungsstreik hat damit eine neue Qualität erreicht. Dies zeigt, dass die Betroffenen sich weiterhin wehren und für eine freie, selbstbestimmte Bildung zu kämpfen bereit sind.
Die Besetzung der Akademie der bildenden Künste in München hält an, es wurde u.a. eine VolxKücke (VoKü) eingerichtet und diverse Arbeitskreise gebildet. Beim Abendplenum waren etwa 300 Leute anwesend, der Plenarsaal war überfüllt.
Die Studiengebühren in Bayern von bis zu 500 Euro pro Semester sind verfassungsgemäß. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof wies in einer am 29. Mai 2009 veröffentlichten Entscheidung die Popularklage von rund 1200 Antragstellern zurück.
Am Mittwoch fanden im Rahmen des Bildungsstreiks in mehr als 100 Städten Demonstrationen statt. Insgesamt wurde eine Teilnehmerzahl von geschätzt 273480 erreicht. In vielen Städten kamen Studierende und SchülerInnen in Begleitung von Eltern, LehrerInnen und ProfessorInnen.
Die dritte Ausgabe von Radio Uebergebuehr dreht sich um den Bildungsstreik 2009. Dazu haben wir Daniel vom AStA der EFH Darmstadt in unser kleines "Studio" eingeladen. Wir fragten
Im letzten Monat ist das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) 10 Jahre alt geworden. Ein Grund zum Rückblick. Immer wieder gab es auch schon vor der Gründung des Aktionsbünd
* 25. Januar: Studiengebühren kalt machen - die bildungspolitische Talfahrt beenden! Demonstration in Hannover
* 26. Januar: Für Meinungsfreiheit und (kosten-)fre